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http://www.brigitta-ehrhardt.de/index.php/coaching-teaming/feedback/47-burnout-last-und-keine-entlastung-iii/
Nehmen wir an, Monika Müller hat eingesehen, dass sie keinesfalls ‘das Richtige’ tut, wenn sie sich völlig verausgabt - welche Handlungsmöglichkeiten hätte sie? Klar: Sie muss reden, mit ihrem Vorgesetzten und ihrer Kollegin. ‘Hat sie doch schon, hat doch nichts gebracht’, könnten manche von Ihnen einwenden. Stimmt. Sie hatte es zusammen mit ihrer Kollegin Stella schon einmal versucht. Aber dieses Gespräch fußte auf einer einwöchigen Erfahrung und auf vielen Befürchtungen. Da hatte ihr Chef natürlich leichtes Spiel. Diesmal nimmt sie sich vor, das Gespräch besser vorzubereiten. ‘Woran ist es beim ersten Gespräch gescheitert?’, denkt sie. ‘Vielleicht an meinem Auftreten. Ich war da in einer ziemlich blöden Position. Irgendwie habe ich Hilfe von ihm erwartet und dass er meine Probleme löst und die Arbeit gerecht zwischen mir und Stella verteilt. Ich das kleine Mädchen und er der große Papi, der alles richtet.’ Monika ärgert sich über sich selbst. Das kommt diesmal gar nicht in Frage! Sie hat diesen Burnout-Blog gelesen und ist meinem Tipp gefolgt: Googeln Sie die Körpersprache! Zuerst war sie noch ein wenig skeptisch, aber die Video-Clips auf Youtube haben sie überzeugt.
Sie stellt sich vor den Spiegel, betrachtet ihrer hängenden Schultern, ihre leicht eingezogene Brust und richtet langsam ihre Wirbelsäule auf. Sie testet: Ab wann stehe ich wirklich aufrecht, Schultern runter, gelassen, in der Mitte, Kopf gerade und wirke selbstsicher und ab wann wirke ich starr, dominant, vielleicht sogar arrogant? Was passiert, wenn ich mein Kinn hebe und vielleicht sogar mein Augenbrauen und einen scharfen Blick bekomme? Wie sehe ich aus, wenn ich in dieser Haltung meine Mundwinkel zu einem Lächeln hochziehe? Sie erschrickt über den höhnischen Ausdruck, friert dieses Erschrecken ein, betrachtet sich intensiv, verändert minimal ihre Mimik und muss über sich selbst lachen. Nein, sicherlich wird es ihr nicht gelingen, ihre natürliche Körpersprache zu kontrollieren. In diesem Gespräch jedoch will sie das, was sie gelernt hat, gezielt einsetzen.
Und noch einen Tipp von mir will sie befolgen: Sie wird ihre Körpersprache durch ihre Gedanken unterstützen. Sie wird sich so etwas sagen wie: ‘Ich bin eine wertvolle Mitarbeiterin, kompetent, zuverlässig, schnell. Wenn ich ausfallen würde, wäre dies ein ziemlicher finanzieller Verlust für diese Firma. Ich bin hier Wer und lasse mich nicht klein machen’